Next Chef Award 2025: Gedion Beckmann gewinnt den Titel

Next Chef Award 2025: Gedion Beckmann gewinnt den Titel!

Mit starken Nerven und gekonntem Handwerk setzt sich Gedion Beckmann vom Hamburger Restaurant „Der Player“ beim renommierten Next Chef Award durch – und sichert sich neben dem Titel den begehrtesten Preis!
Text Verena Kassubek
Datum18.03.2025

Im Finale des Next Chef Award 2025 mussten die sechs besten Nachwuchsköche in nur einer Stunde ihr Können unter Beweis stellen. Präzision und absolute Konzentration waren gefragt, als die Finalisten ein anspruchsvolles Gericht von Starkoch Johann Lafer nachkochten. Die große Herausforderung: Sie hatten weder das Rezept noch die Zutatenliste vorliegen.

Im Jahr 2016 hat Lafer gemeinsam mit der Internorga, der jährlich in Hamburg stattfindenden internationalen Fachmesse für Gastronomie und Hotellerie, die Initiative für den kulinarischen Nachwuchs ins Leben gerufen. Lafer betonte während des Wettbewerbs immer wieder: „Wir müssen die jungen Köche besonders wertschätzen. Sie sind unsere Zukunft.“ 

Kochen unter Zeitdruck

15 Minuten hatten die Köche Zeit, ihre Warenkörbe für die Gerichte zusammenzustellen.

Die Aufgabe: Die Zutaten eines Gerichts herausschmecken, dann die Zutaten innerhalb von 15 Minuten zusammenstellen und schließlich die Zubereitung der Teller innerhalb von einer Stunde umsetzen. Jury-Mitglied Cornelia Poletto weiß um die Schwierigkeit dieser Challenge: „Geschmack kann man lernen und speichern. Aber in der Kürze der Zeit ist das für jeden eine Herausforderung“.

Die hochkarätig besetzte Jury

Die hochkarätige Jury, u.a. mit Christoph Rüffer, Nelson Müller, Cornelia Poletto und Marco Müller, bewertete die Gerichte nach einem festgelegten Punktesystem.

Die Jury des Next Chef Award setzte sich aus einigen der renommiertesten Köpfe der Gastronomiebranche zusammen. Mit dabei war Cornelia Poletto (Restaurant Cornelia Poletto), die als Mentorin für den Nachwuchs gilt. Marco Müller (Restaurant Rutz) gab den Kandidaten vor allem Tipps, wie man sich in einer Stresssituation perfekt verhält. Nelson Müller (Restaurant Schote) brachte seine Erfahrung als Sternekoch und Entertainer, der auch unter Druck funktioniert, ein. Thomas Martin (Hotel Louis C. Jacob) und Christoph Rüffer (Haerlin, Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten) legten besonderen Wert auf präzise Kompositionen. Jens Madsen (Feinkost Käfer) bewertete mit seinem tiefen Verständnis für hochwertige Produkte, Philipp Vogel (Orania.Berlin) brachte internationale Perspektiven in die Jury ein und Journalistin Denise Snieguolė Wachter bewertete mit ihrer Erfahrung aus verschiedenen kulinarischen Bereichen. 

Die stolzen Finalisten

Die sechs Finalisten des Next Chef Award 2025 mit den Jurymitgliedern und Moderatoren Johann Lafer und Sebastian Merget.

Sechs Nachwuchstalente hatten sich in drei Vorrunden für das große Finale qualifiziert und stellten sich der letzten Herausforderung. Mit dabei waren Marlon Richter (26) und Gedion Beckmann (23) vom „Der Player“ in Hamburg, Yves Knittlmayer (22) vom „Restaurant Pink“ in Hülzweiler, Fabian Schablas (22) vom „Hotel & Spa Der Steirerhof Bad Waltersdorf“ in Österreich, Justin Gerdts (22) vom „Hotel Am Medemufer“ in Otterndorf sowie Markus Suntinger (24) vom „Bonvivant Cocktail Bistro“ in Berlin. 

Am Ende konnte sich Gedion Beckmann (23) durchsetzen und holte sich den Titel „Next Chef 2025“. Yves Knittlmayer (22) sicherte sich mit dem zweiten Platz einen Pacojet als Preis, während Markus Suntinger (24) mit dem dritten Platz und einem hochwertigen Messerset von KAI ausgezeichnet wurde.

Das Finalgericht: Kalbsfilet mit Jakobsmuschel

Der Koch Marcel Brauer aus dem Team von Johann Lafer hat sich für das Finalgericht entschieden.

Johann Lafer und sein Team haben es den Finalisten mit der Auswahl des Gerichts nicht leicht gemacht. Ein Kalbsfilet gefüllt mit einer Jakobsmuschel, daneben Spitzkohl-Krautwickel, gefüllte Kartoffeln und natürlich eine anspruchsvolle Emulsion zu meistern. Der größte Knackpunkt beim Finalgericht war laut Jurorin Cornelia Poletto der perfekte Garpunkt. Denn die Kandidaten mussten in kürzester Zeit das Sous-Vide-Garen und die unterschiedlichen Zeiten von Fleisch und Jakobsmuscheln aufeinander abstimmen.

„Im Finale haben die Kandidaten nur eine Stunde Zeit, ein fremdes Gericht in einer fremden Küche zuzubereiten. Schon deshalb müssen sie ihr Handwerk sehr gut beherrschen. Sie gehören einfach zu den besten Nachwuchstalenten, wenn sie hier stehen“, betont Nelson Müller. „Fachwissen ist die Währung, die wir in der Ausbildung lernen können. Das haben alle Kandidaten umgesetzt“, sagt Jurymitglied Christoph Rüffer.

Ein Preis mit Zukunft

Der Preisträger Gedion Beckmann mit der Verlagsleiterin Eva Hege vom Verlag Gräfe und Unzer (GU) für den Preis für ein eigenes Kochbuch.

Der Gewinn des Next Chef Awards bringt Beckmann nicht nur Prestige in der Gastronomie, sondern auch eine besondere Chance: Die Veröffentlichung eines eigenen Kochbuchs im renommierten Gräfe und Unzer Verlag. Der 23-Jährige war von seinem Sieg kurz nach dem Wettbewerb überwältigt: „Ich freue mich so sehr über diesen Gewinn und die Möglichkeit ein eigenes Kochbuch zu gestalten.“ 

Ein Wettbewerb für den Nachwuchs

Ermutigen möchte Cornelia Poletto vor allem junge Köchinnen fürs nächste Jahr: „Kommt her und macht mit!“

Auch die Jury zeigte sich begeistert, machte aber gleichzeitig darauf aufmerksam, dass sich mehr Frauen trauen sollten, am Wettbewerb teilzunehmen. Cornelia Poletto appellierte an den Nachwuchs: „An alle jungen Köchinnen: Kommt her, macht mit!“

Auch in diesem Jahr war Der Feinschmecker wieder stolzer Partner des Next Chef Awards. Wir sind überzeugt, dass der Nachwuchs eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Gastronomie spielt und freuen uns, Teil dieses Wettbewerbs zu sein. Der Next Chef Award 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, dass die nächste Generation bereit ist, mit Kreativität, Hingabe und exzellentem Handwerk die kulinarische Zukunft zu gestalten.

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